Uwe Sujata
3 Minuten Lesezeit
11 May
11May

Drehen Sie immer wieder mal im roten Bereich und sind schnell aufgebracht? Und spüren Sie, dass Ihnen das nicht guttut? Mit diesen Tipps finden Sie schneller in den grünen Bereich zurück, anstatt endlos im roten zu drehen.

Der Hund des Nachbarn bellt dauernd, die eigene Familie produziert laufend Chaos. Auf dem Weg zur Arbeit hat es Stau, und im Büro angekommen, funktioniert der Computer nicht: Wenn Sie in solchen Fällen merken, wie Ihnen das Blut vor Ärger in den Kopf schiesst, dass Sie sich wie ein Dampfkochtopf fühlen, der kurz vor der Explosion steht, dann könnte es sich lohnen, an der eigenen Gelassenheit zu arbeiten.

Wie man das macht, wissen am besten professionelle Hypnosetherapeutinnen und Hypnosetherapeuten. Sie sind nicht nur Hypnoselehrer, sondern auch Mental-, Entspannungs- und Achtsamkeitstrainer und unterrichten diese Techniken unter anderem auch in Firmen. 

Innere Gelassenheit erreicht man, indem man im Kopf entspannt ist. Dafür braucht es unter anderem kleine, aber bewusste Pausen. 

Pflegt man einen harmonischen An- und Entspannungs-Lifestyle, ist man nicht mehr so schnell gestresst. 

Sich immer wieder eine Auszeit und Pausen von der Anspannung zu gönnen, ist elementar. Nicht nur für einen gesunden Körper, sondern ebenso für seine Seele. Denn Schönheit kommt ja bekanntlich von innen.

Ein simples, aber sehr effektives Mittel, um geistig zur Ruhe zu kommen, ist Atmen. Der Atem steht einem immer zur Verfügung, solange man lebt

Gedanken scheinen wie wilde Affen, die im Kopf von Ast zu Ast turnen. Über das Atmen kann man sie besänftigen. Es ist ganz einfach. Man braucht nur ein bisschen Disziplin, um seine Achtsamkeit zu kultivieren.

Nur schon kurze Übungen können Wunder bewirken. So zum Beispiel ein, zwei Minuten bewusstes Atmen. 

Man kann sich drei Zeiten setzen pro Tag, zum Beispiel morgens, mittags und abends. Bewusstes Atmen bringt einen ins Hier und Jetzt und führt in die Selbstwahrnehmung. So gewinnt man Abstand zu den Dingen, die einen stressen, und kann bewusster und achtsamer handeln.

Sehr entspannend ist es, zwei Minuten auf den Buchstaben "Ssss" auszuatmen. Dies bewirkt eine Luftbremse und man atmet dadurch vollständiger aus sowie beim nächsten Atemzug automatisch mehr ein. Dies führt zu mehr Sauerstoff im Blut, was das Gehirn augenblicklich entspannen lässt. 

Tut man sich schwer damit, die Zeit zum Üben zu finden, kann man sich beispielsweise im Kalender automatische Erinnerungen setzen oder ein Post-it an den Bildschirm oder Spiegel kleben. Wer etwas Neues lernt, sollte sich mindestens drei Wochen Zeit geben und regelmässig üben. 

Es dauert 21 Tage, bis sich im Hirn neurologische Pfade bilden und ein neues Verhalten zu einem Automatismus wird. 

Danach kann aus dem Automatismus plötzlich ein Bedürfnis werden, seine Atemübungen zu machen.

Aufs Atmen zu achten, kann auch helfen, wenn man sich ärgert, zum Beispiel in einem Gespräch. Wenn man sich erlaubt, erst einmal bis in die Fusssohlen zu atmen, bevor man reagiert, kann man sich etwas zurücknehmen und sich überlegen, was einen ärgert und wie man reagieren kann, ohne sich selbst oder dem Gegenüber zu schaden.

Gibt man sich der Wut hin, kommt es zu einer Abwärtsspirale. Das vegetative Nervensystem befindet sich im Alarmzustand, der Blutdruck steigt, der Puls rast, man schwitzt. Man zerschlägt Porzellan, im übertragenen oder vielleicht sogar auch im wahrsten Sinne. Setzt man sich in so einem Zustand ins Auto, kann noch mehr Ungemach drohen. Besser wäre es, sich vorher zu bewegen. Beim Sport oder bei einem Spaziergang. Doch alleine schon ein lautes Ausatmen mit dem Mund kann stressabbauend wirken.

Eine noch tiefere Entspannung kann man mittels Selbsthypnose erreichen, welche Hypnosetherapeutinnen und Hypnosetherapeuten in Ihrer Nähe in kurzer Zeit wirksam beibringen können. Eine sanfte und hochwirksame Technik ist dabei die "Lichtschaltertechnik" mit der man sofort in eine Tiefentspannung kommt und sich umfassend regenerieren kann. 

Selbsthypnose hilft zudem, wirklich abzuschalten.

Die einmal vom Hypnosetherapeuten "installierte" Selbsthypnose ist nach kurzzeitigem Üben in nur 7 Tagen zu einem immer verfügbaren Entspannungswerkzeug des eigenen Bewusstseins geworden.

Weiter kann man auch zu Hause noch etwas für sein Wohlbefinden tun. Neben der Selbsthypnose können Sie unter der Dusche zum Beispiel mit dem Wasserstrahl mitreisen. Wie fühlt es sich an, wenn er über Ihren Körper gleitet? Nehmen Sie bewusst den Duft Ihres Duschmittels wahr: Nimmt er Sie gedanklich mit ans Meer? Oder an einen anderen Ort, wo Sie Erholung finden? 

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

Es gibt auch noch einen Tipp für Menschen, die mit ihrem Perfektionismus kämpfen: 

Machen Sie extra etwas ‹falsch›. Schneiden Sie beispielsweise die Karottenscheiben unterschiedlich dick, anstatt zu versuchen, alle exakt fünf Millimeter breit hinzubekommen, falls Ihnen Ihre Genauigkeit manchmal das Leben erschwert.

Und was, wenn es an Disziplin zum Üben mangelt? 

Ein "Anker" kann helfen so zum Beispiel eine Muschel oder ein farbiger Stein. Damit jedes Mal, wenn man diese Gegenstände anschaut oder in der Hosentasche fühlt, daran erinnert wird.

Es soll aber auch ins Gedächtnis rufen, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und man mit sich selbst grosszügig, geduldig und liebevoll umgehen sollte.

Wichtig ist auch Humor und ein Lächeln. 

So geht man um einiges leichter durchs Leben.


Professionell ausgebildete Hypnosetherapeuten des Schweizerischen Berufsverbandes für Hypnosetherapie SBVH können Ihnen die Selbsthypnose rasch und wirksam vermitteln.

https://sbvh.org/hypnosetherapeuten

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